Berufe in der Musikbranche
Natürlich kommt nicht jede Band groß raus, Ruhm und Geld lässt oft auf sich warten. Trotzdem kann man das Hobby "Musik" zum Beruf machen. In der Musikbranche gibt es eine Vielzahl interessanter Berufe. Einen Überblick gibt es hier.
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SonstigeNatürlich gibt es eine Reihe weiterer Berufsbilder in der Musikbranche wie z.B.: Anwälte mit Spezialisierung in Musikrecht, Markt- und Medienforscher, immer auf der Suche nach neuen Trends oder auch Leute, die das Merchandising für Künstler übernehmen. Nicht zu vergessen sind DJs, VJs, Choreographen, Stylisten und natürlich kann man auch als Dozent oder Coach tätig werden.
Berufsbilder im Einzelnen
Instrumentalist/inAls Instrumentalist beherrscht man sein Instrument ausgezeichnet und besitzt ein möglichst großes Repertoire, um musikalisch vielseitig sein zu können. Neben dem Spielen in einer Band verdienen viele Instrumentalisten ihr Geld als Studiomusiker. Hier sind Reisefreudigkeit, ein Faible für Vielarbeit und ungewöhnliche Arbeitszeiten gefragt. [zum Seitenanfang]

SängerSänger stehen in der Regel im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Publikum und Medien. Sie brauchen neben einer guten (im Idealfall: gut ausgebildeten) Stimme auch musiktheoretische Kenntnisse und müssen außerdem "performen" können. [zum Seitenanfang]

Produzent/inAls Mittler zwischen Musikern, Studiotechnikern und der Plattenfirma ist der Produzent sozusagen der "Regisseur" einer Tonaufnahme. Er ist für die ("Hit"-) Qualität eines fertigen Songs verantwortlich. In Zusammenarbeit mit einem Tontechniker bearbeitet er die Aufnahmen; arrangiert, mischt, fügt spezielle Effekte hinzu etc. Technisches Verständnis, sehr gute Kenntnisse im Bereich Recording, Sampling und Programming sowie gute musikalische Fähigkeiten und ein feines Gehör sind hier verlangt. [zum Seitenanfang]

SongwriterBands schreiben ihre Songs oft nicht selbst, dafür gibt es professionelle Songwriter. Manche komponieren und texten alles selbst, oft arbeiten aber auch Songwriter, Texter und Interpreten an einem Musikstück. Kreativität wird in diesem Beruf ganz groß geschrieben, fundiertes musiktheoretisches Wissen und Erfahrung im Umgang mit Musiksoftware sind von Vorteil.
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Texter/inSie formen aus einer Idee einen Text und geben Songs eine Aussage. Sie verfassen Texte entweder auf Abfrage oder bieten Plattenfirmen oder Künstlern fertige Texte an. Auch in diesem Beruf spielen Kreativität und ein Gefühl für Sprache eine große Rolle. Wer als Textautor arbeitet, benötigt außerdem ein Gespür für das Arrangement von Wort und Musik und für die Rhythmik eines Textes. [zum Seitenanfang]

A&R Manager/inA&R steht für die beiden Aufgabenfelder Artist & Repertoire.
Der A&R Manager tritt als Bindeglied zwischen Künstler, Manager und Plattenfirma auf, ist entweder Angestellter in Plattenfirmen, selbstständiger Manager oder für Verlage tätig. Er ist als „talent scout“ ständig auf der Suche nach neuen Musikstilen und Talenten, um ihnen ggf. einen Vertrag mit einem Label anzubieten. Doch auch über den Vertragsabschluss hinaus berät und leitet er die Künstler. Der zweite Arbeitsbereich ist die Musik als solche, er kümmert sich um Musikstücke, Texte, Arrangements, Aufnahmen, Videos usw. Der A&R Manager benötigt neben einem Netzwerk von Kontakten, Informanten und Beziehungen in der Musikszene auch fundierte musikalische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse. [zum Seitenanfang]

BookerDer Booker steht zwischen Künstler und Veranstalter. Er organisiert Tourneen und Konzerte, indem er Künstleragenturen oder deren Anfragen entgegen nimmt, die Künstler dann verschiedenen Veranstaltern anbietet, und ggf. Deals mit Veranstalter und Künstlermanagement aushandelt. Im Anschluss gibt er dann die Promotion für z.B. eine Tournee in Auftrag, fordert Plakate an, legt Ticketpreise fest und eröffnet den Vorverkauf. Oft muss er sich auch um die Hotels für die Künstler & ihre Crew oder das Catering kümmern. Organisationstalent, eine schnelle Auffassungsgabe und gutes Englisch sind in diesem Job sehr wichtig. Da Booker in ständigem Kontakt mit Künstlern oder Veranstaltern stehen, ist die Fähigkeit auf Menschen zuzugehen unerlässlich. [zum Seitenanfang]

Eventmanager/inDas Aufgabengebiet des Eventmanagers umfasst die Konzeption, Planung, Organisation und schließlich die Durchführung von Veranstaltungen. Solche Veranstaltungen können Messen und Kongresse, aber auch Konzerte und Festivals sein. Wichtig für diesen Beruf sind kaufmännische Grundlagen und Marketingkenntnisse, am besten über ein Studium oder eine Ausbildung im Bereich Eventmanagement oder Kongress- und Messewirtschaft, aber auch Organisationstalent und starke Nerven. Ansonsten gilt "learning by doing": möglichst viel Praxiserfahrung sammeln. [zum Seitenanfang]

Künstlermanager/inDer Manager soll die Karriere eines Künstlers in jeder Hinsicht fördern. So sind die Arbeitsbereiche eines Künstlermanagers sehr vielfältig und umfangreich. Von geschäftlichen Angelegenheiten wie Vertragsverhandlungen, Lizenzvereinbarungen, Promotion- Deals, Booking, Steuer- und Rechtsbelangen; über die Organisation/Koordination verschiedener Verpflichtungen des Künstlers wie Plattenproduktionen, Promotion-Termine, Liveauftritte, Fotoshoots, Videodrehs; bis hin zu persönlichen Angelegenheiten des Künstlers - um all dies kümmert sich der Künstlermanager. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, muss er kommunikativ und kreativ sein, wirtschaftlich denken, die Abläufe und aktuellen Entwicklungen der Musikindustrie kennen, und das A und O in der Branche: Kontakte zu Handel, Vertrieb und Plattenfirmen besitzen. Der Manager bekommt in der Regel zwischen 10-25% der Bandeinnahmen. [zum Seitenanfang]

Marketing- und Vertriebsexperte/inEin Marketingexperte entwickelt Kampagnen für Künstler und Bands, um sie am Markt zu etablieren und erfolgreich zu machen. Gemeinsam mit dem Künstlermanager und dem Künstler selbst arbeitet er an Strategien und Maßnahmen zur "Vermarktung" der Musik des Künstlers. Er kennt die Musik- und Medienbranche ausgezeichnet, weiß, für welche Zielgruppen die Musik in Frage kommt und wie man diese optimal erreichen kann. Er berät den Künstler in der Gestaltung seines Images (der Wirkung des Künstlers nach außen), in der Wahl der Auftrittsorte, der Auswahl von Fotografen etc.
Der Vertrieb verkauft eine CD, LP oder DVD an den Handel und sorgt so dafür, dass sie am Erscheinungstag überall zu haben ist. Außendienstmitarbeiter stellen den Musikhändlern Tonträger vor und verkaufen diese dann in festgelegten Stückzahlen an die Händler. Für die Verkaufsgespräche benötigt der Mitarbeiter jede Menge Hintergrundwissen zum jeweiligen Tonträger: Band, Entstehung der Platte, Verkaufschancen etc. Kaufmännische Kenntnisse sind unbedingt erforderlich. [zum Seitenanfang]

Musikjournalist/inMusikjournalisten kommen in vielen Arbeitsbereichen zum Einsatz: sei es bei Radiosendern, Musiksendern wie MTV, Tageszeitungen, Zeitschriften oder im Internet bei Onlinemagazinen. Sie arbeiten fest angestellt, oft aber auch freiberuflich. Zu ihren Aufgaben zählen z.B. Plattenrezensionen schreiben, Interviews führen, Informationen recherchieren und Reportagen zusammenstellen. Zum Handwerkszeug eines Musikjournalisten gehören neben journalistischen Fähigkeiten – hier ist eine fundierte Ausbildung von Vorteil – Repertoirekenntnisse, musikgeschichtliches Wissen und Vertrautheit mit der Musikszene. Er braucht ein großes Netzwerk von Kontakten, um Informationen zu neuesten Entwicklungen innerhalb der Musikszene immer aus erster Hand zu bekommen. Zusätzlich erfordert die Arbeit eines Journalisten Flexibilität, Reisefreudigkeit und eine gewisse Neugier. [zum Seitenanfang]

Musikverleger/inIn einem Satz: der Musikverleger verkauft die Rechte zur Nutzung von Musiktiteln an Radio, Film, Funk, Fernsehen und andere Interpreten und verschafft so dem Urheber "regelmäßige" Einkünfte über sog. Tantiemen. So verdienen die Urheber von Musikstücken und auch der Verlag immer dann, wenn eine CD verkauft wird, ein Lied im Radio oder Fernsehen gespielt wird, wenn ein anderer Künstler (nicht der Urheber selbst) den Musiktitel interpretiert, wenn Noten des Titels verkauft werden und selbst dann, wenn ein Musiktext in einer Zeitschrift abgedruckt wird. Der Verleger steht dem Künstler beratend zur Seite und kümmert sich um die korrekte Abrechnung der Tantiemen. Für diesen Beruf ist ein BWL- oder Jurastudium von Vorteil, ein ausgeprägter Geschäftssinn Voraussetzung. Das verschafft ihm Sicherheit in Verhandlungen um Lizenzen (Nutzungsrechte), bei der Berechnung von Tantiemen sowie bei der Planung des Verlagprogramms. [zum Seitenanfang]

PromoterPromoter bringen Künstler und Bands in die Medien: sie vereinbaren Interviewtermine, Pressegespräche, Auftritte in Radio und Fernehen, sie sorgen für Artikel in Zeitschriften etc.
Man unterscheidet zwischen Presse-, TV,- und Radiopromotern. Promoter werben meist persönlich vor Ort für ihre "Produkte", das heißt, sie brauchen Kommunikationstalent und zahlreiche Kontakte zu Medien und Künstlern. Geduld und Hartnäckigkeit sollte ein angehender Promoter ebenfalls mitbringen. Eine Ausbildung hingegen ist kein Muss, in diesem Beruf arbeiten viele Quereinsteiger. [zum Seitenanfang]

Tourmanager/inDas „Mädchen für alles“.
Der Tourmanager kümmert sich darum, dass die Tour planmäßig verläuft. Er organisiert im Vorfeld der Tour die Reiseroute, bucht Hotels, checkt die Konditionen vor Ort und sorgt während der Tour dafür, dass die Band zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ist (Interviews, Soundcheck, Auftritt) bzw. der Zeitplan eingehalten wird. Natürlich ist er auch für die Finanzen rund um die Tour zuständig. Voraussetzungen für diesen Beruf sind Managementqualitäten und betriebswirtschaftliche Kenntnisse, aber auch Stressresistenz und Durchsetzungsvermögen. [zum Seitenanfang]

Hand/RoadieDie starken Männer auf der Bühne. Sie kümmern sich um den Transport des Equipments, laden es aus/ein und bauen Bühnen auf/ab. Hand oder Roadie ist als Einstiegsjob in das Live-Geschehen ideal geeignet. Wer sich engagiert und eine schnelle Auffassungsgabe mitbringt, kann sich so schnell„hocharbeiten“. Voraussetzung: körperliche Belastbarkeit und handwerkliche Fähigkeiten, dafür ist eine Ausbildung nicht nötig. [zum Seitenanfang]

Instrumentenbauer/inDer Name sagt es schon, wer in diesem Beruf arbeitet, wählt Material aus, sägt, hobelt, schleift, schnitzt...kurzum, er baut Instrumente. Aber neben Materialauswahl und Herstellung ist er auch für die Prüfung der Klangeigenschaften der Instrumente zuständig. Somit ist Instrumentenbauer ein sehr anspruchsvoller Handwerksberuf, der viel Handarbeit erfordert. Daher benötigt ein Instrumentenbauer natürlich handwerkliches Geschick
(zusätzlich eine Ausbildung oder ein Studium), aber auch ein gutes musikalisches Gehör- im Idealfall kann er das Instrument, das er baut, auch selbst spielen. [zum Seitenanfang]

Lichttechniker/inDer Lichttechniker plant gemeinsam mit der Band die Lichtshow für die Konzerte. Danach kümmert er sich um die Umsetzung, organisiert Lichtaufbau/-konstruktion und entwickelt Ablaufpläne. Während des Konzertes schließlich steuert er die Lichtshow und sorgt für einen reibungslosen Ablauf. Den Beruf des Lichttechnikers kann man erlernen oder studieren. Leute mit technischem Verständnis, Organisationstalent und einer großen Portion Kreativität sind hier genau richtig. [zum Seitenanfang]

Pyrotechniker/inFunkende, krachende und blitzende Auftritte sind Aufgabe des Pyrotechnikers. Allerdings muss der angehende Pyrotechniker mindestens 21 Jahre alt sein, an 16 pyrotechnischen Effekten mitgearbeitet und eine Lizenz beim TÜV erworben haben. Auch Verantwortungsbewusstsein und eine gesunde Portion Vorsicht können nicht schaden. [zum Seitenanfang]

RiggerEin Rigger braucht starke Nerven und muss absolut schwindelfrei sein, denn er ist der "Höhenarbeiter der Bühnentechnik". Er baut Aluminiumkonstruktionen unter Konzerthallendächer und hängt an ihnen später in schwindelerregender Höhe Scheinwerfer, Lautsprecher und Videoleinwände auf. Interessierte, die mindestens 21 Jahre alt sind, können an Schulungen für Veranstaltungs - Rigging teilnehmen. [zum Seitenanfang]

Tontechniker/in & Toningenieur/in
Überall dort, wo Töne exakt aufgezeichnet und wiedergegeben werden müssen, sei es bei CD-Aufnahmen, Konzerten, Film- und Fernsehproduktionen, sind Tontechniker/-ingenieure am Werk. Tontechniker und Toningenieure sind in ähnlichen Arbeitsfeldern tätig. Zur Unterscheidung: die künstlerischen Aufgaben liegen eher in der Verantwortung des Tontechnikers, während Toningenieure hauptsächlich im technischen Bereich arbeiten. Außerdem muss man für den Beruf des Ingenieurs ein Studium absolvieren.
Ein Sound-Mixer ist ein Tontechniker, der für den optimalen Sound während eines Konzertes verantwortlich ist. Er steht hinter dem Mischpult und regelt die Mikrofon- und Verstärkertechnik.
Im Tonstudio nimmt der Tontechniker Instrumente und Gesang mit Hilfe von Rechentechnik auf und mischt sie später am Mischpult zusammen. Der Toningenieur bearbeitet die Aufnahmen, er verändert den Sound, auch unter Einsatz sog. Sound-Effekte, um den gewünschten Klang zu erzielen. Voraussetzung sind für beide Berufe ein sehr gutes Gehör, musikalisches und technisches Verständnis, eine Ausbildung oder ein Studium und die Bereitschaft, sich (gerade im technischen Bereich) ständig weiterzubilden. [zum Seitenanfang]

Musiklehrer/inMusiklehrer arbeiten z.B. an Grund-, Haupt- und Realschulen sowie an Gymnasien. Sie lehren den Schülern das Singen und Instrumente spielen, vermitteln ihnen Grundkenntnisse in Musiktheorie und Musikgeschichte, und im besten Fall die Freude am Musizieren. Die Gestaltung des Musikunterrichtes an Schulen richtet sich nach Lehrplänen, in denen bestimmte Inhalte für den Unterricht festgelegt sind; diese lassen aber ebenfalls Platz für Kreativität. Angehende Musiklehrer sollten musikalisches Talent, pädagogisches und didaktisches Geschick mitbringen, eine fundierte Ausbildung absolvieren (Lehramtsstudium Musik) und mindestens ein Instrument beherrschen. [zum Seitenanfang]

Musikschullehrer/inSie arbeiten festangestellt, meist jedoch auf Honorarbasis und nebenberuflich an Musikschulen. Neben Instrumental- und Gesangsunterricht, werden auch Fächer wie Musiktheorie, Komposition, Ensemblespiel, Singen im Chor usw. gelehrt. Für jedes Instrument gibt es einen oder bei stark nachgefragten Unterrichtsfächern wie Gesang und Klavier mehrere Lehrer. Als Musikschullehrer sollte man eine Instrumental- oder Gesangsausbildung, am besten an einer Musikhochschule, absolviert haben. [zum Seitenanfang]

Musiktherapeut/inMusiktherapeuten/innen arbeiten im Gesundheits- und Sozialwesen: in Krankenhäusern, Kurkliniken, Heimen etc. Sie setzen Musik als therapeutisches Mittel zur Behandlung von Patienten mit physischen oder psychischen Krankheiten ein. Musik dient in diesem Fall als Ausdrucksmittel für die Patienten, aber auch zum Stressabbau und zur Heilungsbeschleunigung. Die Arbeit als Musiktherapeut setzt ein Studium an einer Fachhochschule oder Universität voraus. Dabei werden an die Studienbewerber hohe Anforderungen gestellt: sie müssen mindestens zwei Instrumente beherrschen, singen können, umfangreiche Kenntnisse in Musiktheorie besitzen und pädagogische Eignung vorweisen. [zum Seitenanfang]

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